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Tour de France in der Region

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Am 4. Juli 1987 flitzen Radprofis aus aller Welt durch Kraichgau, Zabergäu und Unterland. Die Etappe der Tour der France führt an einem Samstag von Karlsruhe nach Stuttgart. Am Streckenrand herrscht Begeisterung. 100.000, vielleicht 200.000 Menschen wollen die Tour-Radler sehen, die nicht ohne Hindernisse durch die Region düsen. 

Scrollen Sie nach unten, um in das Großereignis von damals einzutauchen.  

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Streckenverlauf vor schöner Kulisse

Rund 220 Teilnehmer aus mehr als 20 Nationen nehmen an der Tour teil. Die festgelegte Etappe erstreckt sich (in der Region) über: Karlsruhe-Eppingen-Kleingartach-Stockheim-Brackenheim-Dürrenzimmern-Nordhausen-Nordheim-Klingenberg-Böckingen-Heilbronn-Untergruppenbach-Auenstein-Beilstein-Oberstenfeld-Backnang-Stuttgart.

Hier flitzt das Peloton vor der schönen Eppinger Fachwerk-Kulisse. 

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Zuschauermassen an der Strecke

Feststimmung herrscht auf dem Marktplatz in Eppingen - wie auch in Brackenheim oder Beilstein. Zählen kann die Besucher an der Strecke keiner. Die Schätzungen bewegen sich für die rund 60 Kilometer in und um Heilbronn herum auf 100.000 bis 200.000 Zuschauer.

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Wer noch so mitfährt

Neben den Radprofis besteht der Tross aus dem Werbekorso mit 300 bis 500 Fahrzeugen, 150 Pressefahrzeugen, 150 Autos mit Tour-Offiziellen sowie 200 bis 250 Material- und Versorgungswagen.

Die Werbekarawane fährt dem Radlerfeld voraus - und sorgt für Unterhaltung bei den Wartenden.

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Die geschlossene Schranke

Der Pechvogel der Etappe heißt Frédéric Brun. Der Franzose (im Bild auf der Heilbronner Einsteinstraße) setzt sich vom Feld ab - in Eppingen wird Brun von einer geschlossenen Bahnschranke ausgebremst. Nichts geht mehr. Die Sekunden verrinnen, es werden Minuten.

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Streng nach Fahrplan

Manfred Staub, der Chef des Eppinger Ordnungsamtes, sagt damals der Heilbronner Stimme:

„Der erste Fahrer war uns für frühestens 14.37 Uhr angekündigt worden. Brun ist jedoch bereits um 14.26 Uhr eingetroffen und stand eine Minute später an der Schranke. Wir hatten den Veranstalter mehrmals auf den um 14.29 Uhr ankommenden Zug hingewiesen und angeboten, dass die Bahn ihn in Sulzfeld enden lässt und die Fahrgäste mit dem Bus weiterbefördert. Daraufhin war uns mitgeteilt worden, dies sei keinesfalls nötig.“ Tja. Man kann sich täuschen.

Trotz der Pause schafft es Brun als Solist durch Heilbronn. Später wird er eingeholt.

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Hoffnung auf deutschen Sieg erfüllt sich nicht

Es gibt auch die Hoffnung auf den Tagessieg durch einen deutschen Fahrer. Wer in Untergruppenbach oder Oberstenfeld an der Strecke steht, sieht den Oberschwaben Rolf Gölz als Teil einer kleinen Spitzengruppe. Doch es wird nichts aus dem erhofften Coup in der Heimat: „Ich habe zu früh attackiert.“ Gölz wird eingeholt.

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Keine Erfolge für die Favoriten

Didi Thurau, der 1987 schon deutlich gealterte Held - hier im Bild erhält er zwischen Stockheim und Brackenheim einen Verpflegungsbeutel - , wird immerhin Achter, als es in Stuttgart um die Tageswertung geht.

Den Etappensieg feiert der Portugiese Acacio da Silva, ins Gelbe Trikot schlüpft der Schweizer Erich Maechler. All die großen Favoriten auf den Sieg in Paris hatten sich unterwegs verbummelt.

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Autor: Andreas Öhlschläger

Mitarbeit: Archiv + Dokumentation der Heilbronner Stimme

Digitale Umsetzung: Tobias Wieland

Bilder: HSt-Archiv

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