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Voll Geschichte und doch sehr lebendig - Zu Besuch auf Korsika

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Eine der gewaltigsten Sehenswürdigkeiten der Mittelmeer-Insel: Die Zitadelle von Corte thront auf einem mächtigen Fels über der Stadt. 

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Gleich unterhalb dieses Felsens thront Franck in einem türkisblauen Liegestuhl neben seinem Kiosk. In der Hand eine Schnur, die zum Klöppel einer kleinen Glocke führt. An der zieht er nun. Bong. „Working in Corse“, begrüßt er die Touristen, die den Berg hinaufgeschnauft kommen. „Arbeiten auf Korsisch“ soll das übersetzt wohl heißen. Ein humorvoller Vertreter dieses teilweise doch etwas störrischen Inselvolks, das Fremde nur so lange willkommen heißt, wie diese sich nicht allzu heimisch fühlen. Bong

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Corte lebt nicht nur von den Touristen, sondern auch mit ihnen. Rund 3000 Studenten sind an der Universität hier eingeschrieben, was sich im jugendlichen Publikum der vielen Bars und Straßencafés widerspiegelt.  Ein wunderschöner Ort, mitten im gebirgigen Herz der Insel.

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Fast wäre Napoleon Bonaparte hier geboren worden. Seine Eltern wohnten in der Zeit der Unabhängigkeit Korsikas – von 1755 bis 1769 war Corte Hauptstadt – gleich neben dem Regierungssitz. Ein paar Steintafeln und die Pizzeria „Le Bonaparte“ unterhalb des Wohnhauses erinnern daran.

Ansonsten ist der wohl bekannteste Franzose der Geschichte auf der ganzen Insel nicht besonders gut gelitten. Kämpfte er doch nicht für, sondern mitunter auch gegen die Korsen.

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Die bewegte Geschichte lässt die Stunden in Corte schnell verstreichen. Da sollte man aufpassen, nicht den Zug zu verpassen. Die Fahrt mit der Schmalspurbahn über die kurvige Strecke erinnert auch ohne Dampflok an gute alte Wildwest-Zeiten. 

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Auf dem Weg nach Süden geht es über zahlreiche Brücken, darunter auch einen von Gustave Eiffel geplanten Viadukt in der vom Eiffelturm bekannten Stahlbauweise.

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Die Bahn ist keine Ausflugsbahn, sondern alltägliches Transportmittel für die Inselbewohner. Die leben direkt oder indirekt zumeist vom Tourismus oder von dem, was der französische Staat oder die EU an Hilfen oder Investitionsmitteln überweisen. 

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Die Dankbarkeit dafür scheint sich in Grenzen zu halten. Überall sieht man Schriftzüge der Freiheitskämpfer des FLNC (Fronte di liberazione naziunale corsu). 

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Auf zweisprachigen Ortsschildern wird die französische Variante übersprüht oder gleich mit Gewehrkugeln durchlöchert.

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Und kamen internationale Investoren auf die Idee, ein Stück vom Tourismuskuchen auf der Insel abhaben zu wollen, ging schon so mancher Rohbau in Flammen auf. 

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  Korsika ist seit Jahrhunderten gewohnt, von fremden Mächten beherrscht zu werden. Einst Pisa, lange Zeit Genua, dann Frankreich. Daran gewöhnt haben sie sich nicht. Was sich bei der Präsidentschaftswahl zuletzt in hohen Stimmanteilen für den Front National niederschlug. Doch wen interessiert Politik bei dieser Aussicht.

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Halt Vizzavona, mitten in den Bergen auf gut 900 Metern Höhe.

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An der Ruine eines mondänen Hotels aus dem 19. Jahrhundert vorbei geht es zu Fuß weiter auf einem Zubringer zum Fernwanderweg GR 20.

15 anstrengende und anspruchsvolle Tagesetappen braucht es, um auf dem GR 20 von Conca im Südosten nach Calenzana im Nordwesten zu gelangen. Der kleine Abstecher hier dagegen hat eher Spaziergang-Charakter.

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Die Cascades des Anglais sind das Ziel, nach einer knappen Stunde erreicht. So kristallklar wie kalt ist das Wasser in den Pools, die sich auf zahlreichen Ebenen unter Wasserfällen gebildet haben. Nichts wie die Badehose anziehen und rein!
Und dann schnell wieder raus. Brrr.

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Wunderschöne Ecken, gesäumt von saftig grünen Pflanzen, gibt es zuhauf auf Korsika.  

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Die Insel lebt von ihren vielen Bächen und Flüssen und hat gleichzeitig Strände, die jedes Urlauberherz höher schlagen lassen.




Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Insel im Sommer äußerst trocken ist, in den vergangenen Jahren immer trockener wurde.


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Trotzdem gedeiht auf dem kargen Boden fast überall die Macchia – dichtes Buschwerk aus immergrünen Pflanzen voller wohlriechender ätherischer Öle, die leider auch sehr anfällig für Brände sind.

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Korsika ist nicht billig. Wer abends in den Küstenstädtchen ausgehen möchte, sollte das nötige Kleingeld einpacken. An der Hafenpromenade von Calvi kostet ein Gläschen Aperol Spritz knapp zehn Euro. Cocktails annähernd das Doppelte. Trotzdem lohnt es sich, hier die gute korsische oder französische Küche zu genießen.

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Zwischen den Booten hindurch ist der Blick frei auf den höchsten Berg der Insel, den Monte Cinto, dessen 2706 Meter hoher Gipfel bis in den Frühsommer von Schnee bedeckt ist. Das macht Lust auf die nächste Bergtour, morgen.

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Morgens in die Berge, nachmittags ins Wasser – so lassen sich auch sehr unterschiedliche Vorstellungen von Urlaub unter einen Hut bringen. Das hat der österreichische Alpenverein schon um 1960 erkannt. In einer provisorischen Zeltsiedlung bot er Besuchern ein Basislager, um die bergige Insel auf Tagesausflügen zu erkunden. Gleich im ersten Jahr kamen 600 Gäste mit Bus und Fähre aus Österreich auf die touristisch noch wenig erschlossene Insel. 

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Es war eine der Keimzellen des Korsika-Tourismus, aus dem Busreiseunternehmen von damals wurde der Reiseanbieter Rhomberg, aus dem Zeltlager das Feriendorf „Zum Störrischen Esel“.

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Heute können Urlauber aus zahlreichen Charter- und Linienflügen zu vier korsischen Flughäfen auswählen.

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