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Entwicklung der Stadt Öhringen

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Blickt man auf Öhringen, wie es dort vor 200 Jahren aussah, so lässt sich sagen: Einiges hat sich verändert. Während die Stadt und die Einwohnerzahl immer weiter wuchsen, blieb aber eines erhalten: der Charme der Gassen in der Innenstadt. 

Scrollen Sie nach unten, um mehr über die städtebauliche Entwicklung des hohenlohischen Zentrums zu erfahren. 

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4 viadukt
Blick auf das Öhringer Viadukt nordwestlich der Altstadt.
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Öhringen zu Beginn der Moderne

1833 wird ein erster Katasterplan, also eine genaue Darstellung von Grundstücken nach ihrer Lage und Größe, für Öhringen erstellt. Die damalige Bebauung befindet sich - abgesehen von einigen Bauten im Außenbereich - im Bereich Stadtkern, Altstadt und Karlsvorstadt.

Etwas mehr als 3200 Menschen leben zu diesem Zeitpunkt in Öhringen. Eine Zahl, die über die Jahre bis heute zunimmt. Was sich allerdings bis in die Gegenwart nicht verändert hat: Die Straßen und Gassen der Innenstadt sind bis heute nahezu erhalten geblieben. 

Eine wichtige Infrastruktureinrichtung nimmt zur Mitte des 19.Jahrhunderts ihren Anfang: 1862 wird Öhringen auf der Strecke Hall-Heilbronn ans Eisenbahnnetz angeschlossen. Heute halten in dem hohenlohischen Zentrum Züge der Deutschen Bahn und die Stadtbahn. 

Mit einer steigenden Einwohnerzahl weitet sich die bebaute Fläche aus. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts entstehen kleinere Siedlungen außerhalb des Stadtkerns, Landwirte siedeln mit ihren Betrieben aus. Mehr als 5000 Einwohner leben inzwischen in Öhringen. 

4 viadukt
Blick auf das Öhringer Viadukt nordwestlich der Altstadt.
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Entwicklung nach den Kriegsjahren

Wie in vielen anderen Dörfern und Städten gilt es nach 1945 in Sachen Städtebau erst einmal, die Kriegsschäden zu beseitigen. Ab 1948/1949 setzt der Bau neuer Wohngebäude ein - zunächst hatten nur Geschäftsleute und Landwirte den Mut dazu.  

Wegen der allgemeinen Wohnungsnot und steigenden Preisen für Bauplätze werden weniger Einfamilienhäuser, dafür mehr Mehrfamilien-, Doppel oder Reihenhäuser errichtet. 

Auch in Sachen Infrastruktur gibt es einiges zu tun. Beispiel Abwasserbeseitigung: Früher wurde verschmutztes Wasser häufig in der Ohrn entsorgt.

Neue Volksschule und Gymnasium, Erweiterung des Krankenhauses oder der Bau eines Freibads sind weitere wichtige Bausteine. Die Einwohnerzahl liegt nun, Mitte der 1950er-Jahre, bei mehr als 8000. 


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Kirchenbau am Cappelrain - ein wichtiges Bauprojekt in den 1960er-Jahren

Nach der Reformation wohnen in Öhringen lange Zeit keine Katholiken mehr. Das ändert sich zaghaft: 1858 leben in Öhringen 74 Einwohner katholischen Glaubens. Gottesdienste finden in der Spitalkirche statt, die Betreuung erfolgt von Pfedelbach aus. 

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges ziehen immer mehr Katholiken in die Stadt. Bei Kriegsende sind es 1200. Eine selbstständige Einheit, abgetrennt von der Mutterpfarrei Pfedelbach, entsteht. In den 1950er-Jahren wächst die Zahl auf 1900 katholische Menschen in der Kernstadt, weitere 850 sind es in den Außenbezirken - die Spitalkirche ist nun zu klein. 

Deshalb findet am Mittwoch nach Ostern 1960 der Spatenstich für die neue St.-Joseph-Kirche am Cappelrain statt. Es entsteht ein ganz neues Gemeindezentrum mit Kindergarten, Gemeindesaal und Pfarrhaus, das 2001 erweitert wird. 


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Wegweisende Entscheidung: Der Kauf des Schlosses

1961 fällt die Stadt Öhringen eine historische Entscheidung: Sie kauft das Schloss in der Stadtmitte, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde, von der Adelsfamilie Hohenlohe-Oehringen - zusammen mit Hoftheater, Hofgarten und Nebengebäuden.

Das historische Gebäude wird zu einem Schlossrathaus umgebaut - am alten Rathaus ist keine Erweiterung mehr möglich. Der Grundgedanke dahinter leuchtet ein: So sind alle städtischen Dienstleistungen unter einem Dach vereint. 

55 Jahre nach dem Kauf ist das Schloss eine einladende Pforte und der Hofgarten ein zentraler Ort der Landesgartenschau 2016. 

Übrigens: Mitte der 1960er-Jahre sind es schon rund 11.000 Menschen, die in Öhringen leben. 

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Bau der Stadthalle - ein Traum wird wahr

Ebenfalls in die 1960er-Jahre fällt dieses Projekt: die Eröffnung der Stadthalle 1967, die als Mehrzweckhalle konzipiert auch als Turnhalle dient. Mit der Bau und der Eröffnung erfüllt sich ein jahrzehntealtes Wunschprojekt. 

Ein grundlegender Umbau in den 1990er-Jahren macht aus der Stadthalle die Kultura, die bis heute eine Bühne für kulturelle Angebote bietet - ohne Turnunterricht.   

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Jahre der Hochkonjunktur

Die allgemeine Hochkonjunktur hält an - hier kaufen vor allem Frauen 1970 auf dem Wochenmarkt ein. Neue Wohngebiete entstehen, ein gutes Bauplatzangebot begünstigt den Aufschwung in Industrie, Gewerbe und Handel.

1975 kommt dann ein weiterer wichtiger Meilenstein: der Anschluss an die Autobahn 6, die wenige Jahre später in Richtung Osten durchgängig bis Nürnberg führt. 


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Ein Ort zum Einkaufen und Feiern

Der neugestaltete Marktplatz im Jahr 1987. Er ist nicht nur Standort für den Wochenmarkt an jedem Mittwoch und Samstag. Hier treffen sich die Hohenloher im Sommer auch zum alljährlichen Weindorf. 

Ein interessanter Fakt am Rande: Dank der guten topographischen Lage hat sich die Stadt nahezu kreisförmig um den Marktplatz als Mittelpunkt entwickelt.

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An der Stadtmauer - damals und heute

Nur ein Beispiel, wie sich in Öhringen historische Gebäude erhalten haben: Der Archivturm des Spitals mit der Spitalhalle - links im Jahr 1982, rechts im Jahr 2013. Zwei Jahre später fand eine größere Sanierung des Komplexes statt, dessen Ursprünge bis ins 14.Jahrhundert reichen. 

Hinweis: Bitte klicken Sie auf "Vorher/Nachher-Ansicht starten", um den Bildausschnitt mit dem Regler in der Bildmitte zu verschieben. 

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Anfang der 1960er-Jahre liegt die Einwohnerzahl Öhringens unter der Marke von 15.000 Bewohnern. Für rund 30 Jahre bleibt die Zahl, mit leichter Tendenz nach oben, relativ konstant. Anfang der 1990er-Jahre ist dann eine Welle nach oben erkennbar: Die Marke von 20.000 Einwohnern wird durchbrochen. Eine weitere Welle nach oben zeigt sich ab 2012. Heute leben in dem Hohenloher Zentrum etwas mehr als 24.000 Menschen (Stand: Dezember 2016). 

Seit 1986 sind in Öhringen fast durchgehend Wanderungsgewinne zu verzeichnen. Das heißt: Mehr Menschen ziehen zu als weg. 

Was die weitere Entwicklung angeht, gibt es unterschiedliche Prognosen: Die "Hauptvariante" des Statistischen Landesamts rechnet damit, dass sich die Einwohnerzahl bei etwa 24.700 Menschen einpendelt. Es gibt allerdings auch den oberen Rand des "Entwicklungskorridors": Demnach könnte die Zahl rund um das Jahr 2030 bei etwa 28.000 Bewohnern liegen. 

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Viel Platz für Neues

Auf dem Baugebiet Limespark werden in verschiedenen Abschnitten Häuser errichtet. Die Planungen reichen bis ins Jahr 2050. Der Standort befindet sich östlich der Innenstadt - in direkter Nähe zur S-Bahnstation Öhringen-Cappel. 

Das zeigt: Es besteht noch ausreichend attraktiver Platz - auch für zukünftige Öhringer. 

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Eine Umsetzung der Stadt Öhringen in Zusammenarbeit mit der Onlineredaktion der Heilbronner Stimme

Texte: Stadt Öhringen, Tobias Wieland

Bilder: Stadt Öhringen, HSt-Archiv

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