Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Zug um Zug

Logo http://stimmeonline.pageflow.io/mit-dem-interrailticket-durch-schottland

0:00
/
0:00
Audio jetzt starten
Zum Anfang
Wer wie im Hogwarts-Express über das Viadukt fahren will, muss nicht lange suchen. In der Sommersaison fahren gleich mehrmals am Tage Dampfzüge, so groß ist die Nachfrage, dabei liegt das kleine Örtchen Glenfinnan nun wirklich nicht zentral.

Aber auch die ganz normalen Nahverkehrszüge der Bahngesellschaft Scotrail fahren dort hin. Sie haben den Vorteil, dass anders als im Dampfzug der Interrail-Pass Gültigkeit hat.
Zum Anfang

 










Unweit der Brücke findet sich der Bahnhof Glenfinnan, den John Barnes lange vor dem Potter-Boom zu einem Museum umgebaut hat.

Loch Shiel, der See, an dem sich die Eisenbahn bei Glenfinnan vorbeischlängelt, war einst auch Drehort für den Film „Highlander“ mit Sean Connery: „Es kann nur einen geben“, ist der Satz, der vielen in Erinnerung sein dürfte. Früher, sagt Barnes, seien die Gäste wegen „Highlander“ gekommen, heute ist es Potter.
Zum Anfang
Der Mann aus Nordengland ist aber in erster Linie Eisenbahn- und Dampflokfan. „1989 sollte der Bahnhof abgerissen werden“, erzählt er. Dabei bietet sich vom Bahnsteig aus – jedenfalls bei gutem Wetter – ein sensationeller Blick auf Ben Nevis, den höchsten Berg der britischen Inseln. Ein kurzer Wanderweg führt zum Viadukt.
Zum Anfang
Heute ist nicht nur der Bahnhof top gepflegt, John Barnes hat zwei historische Eisenbahnwaggons besorgt, die das Ensemble vervollständigen. Einer dient als einfaches Restaurant, im zweiten kann man für sensationell günstige 15 Pfund pro Nacht schlafen. „Es kommen viele Deutsche zu mir“, erzählt er. Allerdings: Buchen sollte man rechtzeitig, denn wie fast überall in Schottland sind besondere Orte wie dieser oft über Wochen ausgebucht. Das schränkt die Flexibilität einer Interrail-Reise wieder ein.
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten





Das Rattern der Waggons auf den eingleisigen Strecken der West Highland Line hat etwas Meditatives. Die Züge sind keine Hightech-Fahrzeuge. Kostenloses WLAN? Fehlanzeige – über weite Strecken gibt es überhaupt kein Netz. Erste-Klasse-Abteile gibt es ebenfalls nicht. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

 













Die Landschaft, die am Fenster vorbeizieht, entschädigt dafür reichlich, auch die Zugbesatzung ist freundlich – die Highlands sind eine völlig andere Welt.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten
Zum Anfang

 
















Ein Gruppenfoto in Corrour, dem höchstgelegenen und einsamsten Bahnhof Britanniens, wo die nächste Straße im wahrsten Sonne des Wortes meilenweit entfernt ist? Kein Problem, Suzy, die Schaffnerin, lässt sich nicht lange bitten und wird zur Fotografin. Was würde der heimische Stadtbahn-Kontrolleur sagen?
Zum Anfang
Eine von mehreren Endstationen der West Highland-Line ist das malerische Küstenstädtchen Oban, das seine Blüte dem Hafen verdankt – und der Eisenbahn. 1882 heißt das bemerkenswert gute Restaurant des dortigen Bahnhofshotels, das in jenem Jahr mit der West Highland Line eröffnet wurde.

Zum Anfang
Zum Anfang
Als Perle Hotel wurde es in diesem Frühjahr nach einer stilvollen Renovierung wiedereröffnet – im Gegensatz zum ähnlich gelegenen Royal Highland Hotel in Inverness ist der Charme vergangener Jahre in Oban nicht angestaubt. Hotels wie das Perle sind eine durchaus akzeptable Alternative für Interrailer, die dem Rucksackalter entwachsen sind und lieber mit einem Koffer reisen.
Zum Anfang









Die Menschen, das Meer, die Landschaft, gutes Essen, der Whisky: Gründe für eine Reise nach Schottland gibt es viele. Und eben die West Highland Line, diese Zugstrecke gilt nicht umsonst als eine der schönsten der Welt.
Zum Anfang
Wer aus der Region mit dem Zug nach Schottland fahren will, schafft zumindest Edinburgh an einem Tag. In der ersten Klasse lässt sich selbst ein solcher Reisetag vergleichsweise stressfrei hinter sich bringen.

Ohne nervige Wartezeiten an Flughäfen und überfüllte Billigflieger – und gar nicht so viel langsamer. Der aufpreispflichtige Eurostar zwischen Paris und London ist nicht nur gut klimatisiert, in der Reservierung inbegriffen ist auch ein kleines Mittagessen.

Zum Anfang

 











Wer es nicht ganz so eilig hat auf dem Weg nach Norden, für den bietet sich ein Zwischenstopp etwa in London an – nicht nur für Harry-Potter-Fans.

Für einen Interrailer ist schließlich der Weg das Ziel, wie Interrail-Marketingchefin Nadine Koszler sagt. Auf dem Weg in die wunderbare Einsamkeit der Highlands oder auch auf dem Heimweg tut ein bisschen Stadtluft durchaus gut.

Doch das Besondere an der Reise sind die Weiten, die unglaubliche Natur - und nicht zuletzt das Eisenbahn-Viadukt von Glenfinnan.


Zum Anfang
Text: Manfred Stockburger
Fotos: Manfred Stockburger
Digitale Umsetzung: Janis Dietz
Zum Anfang

Zum Anfang

Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen Wischen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden