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Handel in Öhringen - gestern und heute

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Einen regen Handel dürfte es in Öhringen bereits vor Jahrhunderten gegeben haben. Die Existenz von Handelswegen und die Anwesenheit der Römer deuten darauf hin. Auch heute wird in Öhringen gerne eingekauft: Auf Märkten, im Handel und an mehreren Orten der Stadt.

Scrollen Sie nach unten, um in die Welt des Öhringer Handels einzutauchen. 

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Der Obergermanisch-Raetische Limes, an dem Öhringen lag, bildete von etwa 100-260 n.Chr. die Grenze des Römischen Reiches. Er war Teil der mehr als 5000 Kilometer langen Grenzen Roms, die sich von Britannien quer durch Europa, den mittleren Osten und Nordafrika bis zur Atlantikküste erstreckten.

Der Limes stellte jedoch keine unüberwindbare Grenze dar. Vielmehr kontrollierten die Römer mit ihm die Menschen- und Warenströme zwischen dem Römischen Reich und den nicht-besetzten Gebieten. An speziellen Limesübergängen, die mit großen Toren gesichert waren, fanden Kontrollen statt. Auch Zölle wurden hier erhoben.

Wichtig: eine verkehrsgünstige Lage

Das Aufblühen eines Handelsplatzes war schon immer von einer verkehrsgünstigen Lage abhängig. Die römische Siedlung Vicus Aurelianus, die zwischen den beiden Öhringer Kastellen entstand, lag an einer sehr bedeutenden Handelsroute. 

In Zeiten ohne Internet und Telefon war ein gut ausgebautes Straßensystem notwendig, um mit Meldereitern Nachrichten schnell befördern zu können. Raststationen und Meilensteine zeugen von der gut ausgebauten Infrastruktur. Auf den Handelsstraßen kamen Felle und Hornwaren aus dem Osten, Bernstein von der Ostseeküste, Gewürze aus fernen exotischen Ländern, Töpferwaren, Ziegel oder italischer Wein zu den Menschen in die Region.

Mit zwei Kastellen im heutigen Stadtgebiet und einem kleinen Kastell bei Westernach zeigten die Römer eine hohe Präsenz rund um den Vicus Aurelianus. Reger Handel zwischen Ost und West ist anzunehmen. Neben Gewürzen, Alltagsgegenständen und Rohstoffen wurde damals auch mit Wein, Textilien, Schmuck und Kleidungsstücken gehandelt. 



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Das Limes-Tor: ein einmaliges Vorhaben

Im Zuge der Landesgartenschau 2016 wurde erstmals ein Limes-Durchgang in Form eines Tores im Originalmaßstab rekonstruiert - ein weltweit einmaliges Vorhaben und etwas, das die frühere Bedeutung in Erinnerung ruft. Das Limes-Tor wurde von Öhringer Unternehmen nach überlieferten Vorstellungen und Handwerkstechniken in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege erbaut.

Der Rekonstruktion des 9,70 Meter breiten und 4,85 Meter hohen Limes-Tores liegen Ausgrabungsbefunde und Reliefdarstellungen zugrunde. Zwar gibt es keine Holzreste vom Limes, an denen Farbspuren nachgewiesen werden konnten. Aber es ist bekannt, dass römischer Steinarchitektur Farbe verliehen wurde. Es spricht daher sehr viel dafür, dass auch Holzbauten wie das große Limes-Tor farbig angelegt war. 

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Auch nach der Römerzeit profitierte Öhringen von der Lage an überregionalen Handelsstraßen. Diese führten von Rhein und Neckar durch Hohenlohe ostwärts in Richtung Rothenburg und weiter. Entlang solcher Fernstraßen, die letztlich Paris und Prag verbanden, entwickelten sich Märkte besonders gut.

In Öhringen bildete unter anderem der Platz vor der Stiftskirche einen Ort des Handels. Dieser Wochenmarkt wurde zunächst mittwochs und samstags und später dreimal pro Woche abgehalten. Dazu kamen noch fünf Jahrmärkte, die an Ostern und Pfingsten, Simon und Judä sowie in der ersten Fastenwoche an Bartholomäi abgehalten wurden.

Heute noch von großer Bedeutung ist der „höchste Öhringer Feiertag“, der traditionelle Pferdemarkt im Februar. Einen ersten Hinweis darauf findet sich bereits in einem Ratsprotokoll vom 26. Februar 1582. 

Übrigens: Heutzutage bietet der Öhringer Wochenmarkt jeden Mittwoch und Samstag auf dem Marktplatz im Herzen der Stadt Frische und Vielfalt pur.


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Weitere Märkte in der Stadt

Wie der Pferdemarkt im Februar, so lockt auch der traditionelle Martinimarkt im November zahlreiche Besucher aus nah und fern nach Öhringen.

Schnatternde Martinigänse, duftender Glühwein und schmackhafte Marktwürste werden am Markt-Sonntag ergänzt durch verkaufsoffene Geschäfte, die an Martini das Weihnachtsgeschäft einläuten.

Genuss für alle Sinne bietet im Wonnemonat Mai das Hohenloher Genießerdorf Öhringen. Der historische Hofgarten zwischen Schloss und Hoftheater wird zum Marktplatz im Grünen und schafft im ehemaligen Gartenschaugelände eine ganz besondere Atmosphäre.

Regionale Stände regen zum Bummeln, Staunen und Genießen an – sie werden ergänzt von einem vielseitigen Kulturprogramm, das die Genießerregion Hohenlohe anschaulich und erlebbar macht.


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Öhringen ist als Einzelhandelsstandort für Kunden und Investoren gleichermaßen attraktiv. Und dies nicht nur aufgrund der langen Tradition als Handelsstandort: Kurze Wege, zahlreiche Parkflächen, inhabergeführte Geschäfte und ein ausgewogener Branchenmix in mittelalterlichem Ambiente sind nur einige der Gründe, warum Öhringen "anzieht".

Bummeln, einkaufen und genießen machen in der ehemaligen Residenzstadt Spaß, denn die drei Öhringer Haupt-Einkaufsquartiere ergänzen sich zu einem stimmigen Mix:

Die Innenstadt mit ihrem historischen Ambiente und zahlreichen inhabergeführten Geschäften – ergänzt um namhafte Filialisten. Das Einkaufszentrum Ö-Center direkt an der Autobahnausfahrt mit seinen modern-urbanen Shops und Boutiquen. Das Steinsfeldle im Öhringer Süden mit dem Schwerpunkt Wohnen, Accessoires sowie umfangreichem Bau- und Heimwerkerbedarf.

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Natürlich finden heute keine Kontrollen mehr statt beim Zugang zur Stadt, wie dies in früheren Zeiten der Fall war. Und natürlich gibt es heute ganz andere Gewerbe und Industrien als in der Vergangenheit. Was sich allerdings nicht verändert hat: noch heute kaufen die Menschen in der Stadt in einem ganz besonderen und historischen Ambiente ein. 


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Eine Präsentation der Stadt Öhringen in Zusammenarbeit mit der Onlineredaktion der Heilbronner Stimme

Texte: Dr. Michael Walter, Tobias Wieland

Bilder: Stadt Öhringen, Archiv der Heilbronner Stimme

Digitale Umsetzung: Tobias Wieland

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